17.01 20.00 UhrStalker nächste Vorstellung

 UdSSR 1980
 Regie: Andrej Tarkowskij
 Darsteller: Anatolij Solonyzin,
 Aleksandr Kajdanowskij,
 Nikolaj Grinko,
 Natasha Abramova,
 Alissa Frejndlich
 163 Min.
 

 
 

Aufmerksam auf diesen Film wurde ich in meinem letzten Kurs hier an der Uni in Trondheim, wir habe verschiedene Filmausschnitte gesehen, die sich mit dem Thema Raum und Zeit zu beschäftigen, unter anderem eine der Anfangsszenen aus Stalker. Die Bilder faszinierten mich, lange Einstellungen, guter Bildaufbau und völlige Orientierungslosigkeit. Darauf habe ich ihn vorgeschlagen.

Wie man es von einem russischen Film erwartet, ist er eher etwas schwermütig und erschließt sich nicht wirklich schnell. Aber eine kurze Beschreibung versuche ich doch: Man erfährt von der Existenz der verbotenen ?Zone. Drei Maenner ziehen los, um in die Zone einzudringen, ein Schriftsteller, ein Wissenschaftler und der Stalker, der Fuehrer, gefühlsmäßig vertraut mit den Geheimnissen der unbekannten Welt. Der Stalker hat keine Angst vor einer möglichen Strafe, denn er fühlt sich überall wie im Gefängnis und sieht seine Tätigkeit als Berufung. Auch seine Begleiter wirken wie Süchtige, jederzeit bereit, für den Eintritt in die Zone das eigene Leben auf's Spiel zu setzen. Sie muessen aufpassen, nicht von der Polizei erwischt zu werden und ausser dem Stalker weiss auch eigentlich keiner, was sie erwartet. Die Stadt aus der sie weggehen ist grau, ohne Pflanzen und erinnert doch stark an Arbeitervielrtel der Jahrhundertwende.

Im Kugelhagel der militärischen Wächter gelingt den entschlossenen Männern der Grenzübertritt, an eine Verfolgung wagt offensichtlich niemand zu denken. Ploetzlich werden die bis dahin in schmutzigem Ocker monochrom gehaltenen Bilder farbig und vermitteln zum ersten Mal den Eindruck einer Naturlandschaft. Allmählich wird das gesuchte Geheimnis der Zone deutlicher: es soll da ein Zimmer geben, in dem die verborgendsten Wünsche ihre Erfüllung finden.
(Lars)